
BMW ist einer einer der ersten Fahrzeughersteller die serienmäßig Dieselpartikelfilter (DPF) einsetzte. In den 5er Modellen gibt es DPF seit 2004. Durch den Einsatz von Rußfiltern gewährt BMW die Einhaltung aller Abgasnormen. BMW setzt einen Partikelfilter mit einer Wabenstruktur aus Siliciumcarbid ein, der im selben Gehäuse den Oxi-Kat enthält. Der DPF hat die Aufgabe den Abgasstrom zu filtern und die Rußpartikel zu entfernen. Der Abgastrom geht durch die poröse Keramik des DPF, dabei werden die Rußpartikel an den Wänden angelagert. Wenn der Abgasgegendruck durch die angelagerten Rußpartikel größer wird fängt die Motorsteuerung an diese durch Regeneration abzubrennen.

BMW verwendet nur aktive DPF. Bei diesem System wird ständig der Staudruck im DPF gemessen, steigt dieser auf einen bestimmeten Wert, wird die Regeneration eingeleitet. Dabei wird durch Erhöhung der Abgastemperatur auf über 600°C der angesammelte Ruß verbrannt. Dies geschieht durch eine gezielte Änderung der Kraftstoffeinspritzung, hierbei wird mehr Kraftstoff zu einem späteren Zeitpunkt eingespritzt. Außerdem wird der Ladedruck und die Abgasrückführung angepaßt. Dadurch wird der DPF aufgeheizt und die Rußpartikel werden abgebrannt. Manche Hersteller verwenden zur Regeneration die zusätzliche Einspritzung eines Additivs um die Temperatur der Verbrennung zu senken. Die Regeneration des aktiven DPF erfordert eine umfangreiche Sensorik und Abstimmung der Motorsteuerung. BMW verbaut in der Abgasanlage eine Vielzahl von Sensoren und Druckfühlern um immer einen einwandfreien Betrieb der Abgasreinigung zu Gewährleisten.



Dieselpartikelfilter bei BMW haben eine Lebensdauer von maximal 250000km. Dies hängt von der Fahrweise und der Pflege des Fahrzeuges ab. Viele Dieselmotoren werden nicht immer unter idealen Betriebsbedingungen gefahren. Dies führt zu deutlich verkürzter Haltbarkeit des DPF’s. Bei häufigen Kurzstreckenfahrten, Kaltstarts oder Stadtverkehr kann der Motor die erforderliche Betriebstemperatur nicht erreichen und dadurch die Regeneration nicht immer vollständig durchführen. Außerdem verstopfen bei kurzstrecken Fahrprofilen nicht nur der DPF, auch an der Abgasrückführsystem (AGR) und der Drosselklappe lagern sich Rußpartikel an. Das führt wiederum dazu das, dass AGR nicht richtig funktioniert und der DPF verstopft. Um das verstopfen des Rußfilters zu verhindern wird geraten eine Langstreckenfahrt vorzunehmen, um so das Freibrennen des Partikelfilters zu ermöglichen. Ab einem bestimmten Aschegehalt im DPF kann die Regeneration trotzdem nicht mehr durchgeführt werden. Dann kann der DPF nur noch erneuert, gereinigt oder deaktiviert werden.
Original DPF aus Siliziumcarbid (SiC):
Hervorragende Filterleistung
Hoher Schmelzpunkt von 2600 °C
Kosten: 1.000 € bis 3.000 €
Günstige Variante aus Cordierit:
Schmelzpunkt ca. 1100 °C
18-fach geringere Filterleistung
Kosten: bis 1.000 €
Nachteile: setzen sich schneller zu und schmelzen schneller → nicht empfehlenswert
Chemische Reinigung im Fahrzeug:
Geeignet bis ca. 100.000 km
Entfernt keine Asche
Mechanisch-thermische Reinigung (ausgebauter DPF):
Für höher laufleistungsige Fahrzeuge
Durchströmung nach Reinigung ähnlich wie bei einem neuen Filter
Asche wird nicht vollständig entfernt
Keine Aussage zur Wirksamkeit der verbleibenden katalytischen Beschichtung
Mindestlaufleistung nach Reinigung kann nicht garantiert werden
DPF muss ausgebaut und zugeschickt werden
Kosten: 290 €
Besonders bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung sinnvoll
Vorgehensweise:
Wabenstruktur wird entfernt
Motorsteuerung wird angepasst
Vorteile:
Geringerer Verschleiß für Motor und Turbolader
Keine Regeneration des DPF nötig
Kraftstoffverbrauch sinkt
Ölverdünnung und Motorschäden werden minimiert
Dauerhafter Erfolg der Reparatur garantiert
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